Das war das Kleine mit der Soße.
Ich, für mein Teil, nehme das Große,
denn im Vorfeld gibt es da,
wahrhaft, wirklich: eine „Foie-gras”
und ein lapin so hinterdrein.
Zu beidem passt ein Rosé-Wein.

    Schon ist auch der Ober da.
Madame wählt dies und celui-la.
Ich hätte gerne Menu drei,
mit diesem und foie-gras dabei.
Bien compris hat der garçon
Und eilet tout-de-suite davon.

    Wir nippen unser köstlich Kir.
Wer ist denn außer uns noch hier?
Bewusst gelangweilt schweifen dann
die Blicke rund, nach nebenan,
wo ein Ober konzentriert
eine grande terrine platziert,
deren Speiseinhalt man
nicht gleich als den erkennen kann.

    Doch die Gäste auf den Sitzen
nehmen jetzt mit Fingerspitzen
aus dem großen Topf mit Henkel
nach und nach der Frösche Schenkel.
Herüber zieht ein Knoblauchshauch.
Pourquoi non? Warum nicht auch?
    Das Fräulein bringt einen Salat,
den meine Frau geordert hat,
mit leichter Vinegrette napiert
und reichlich gésiers drapiert.
Leider ist in unserm Land
gésiers noch völlig unbekannt,
doch jedem Goûrmet anzuraten:
Geflügelkröpfe, zart gebraten.

    Der Ober schwenkt nun mit Geschick
Gänseleber an Aspik
und ein Körbchen, wo bedeckt
sich der warme Toast versteckt,
hernieder. Glücklich beäugt!
„Bon appetit!” (leicht gebeugt)
Vereint genüsslich man goûtiert,
was die Küche prepariert.

    In der Speisenfolge Reih’
käme jetzt Gang Nummro zwei.
„Ici, madame,” Ihr steak-haché
und ein lapin pour le monsieur.
Ach, das hieß nicht „Huhnfrikase”,
sondern einfach „Falscher Hase”!
Überrascht ist Madame dann, 
wie gut das Schlichte schmecken kann.
Und mein Hase aus dem Stall
ist zart, perfekt auf jeden Fall.
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