Diese wundervolle Speise
lohnt allein die ganze Reise!

    Dann wird die Tafel abgetragen.
Es nähert sich ein Käsewagen,
wohl mit fünfundzwanzig Sorten
aus Frankreichs besten Käseorten.
Die weichen, harten, schimmeligen
zerteilt man uns mit Messerstichen.

    Nach diesem Essen ist man matt,
angespannt und mehr als satt.
Da gleitet der garçon daher:
„... et encore un petit désert?”
Ile flotante, crème caramel,
Früchte, Eise generell,
trout normand... Was war das noch?
Richtig! Ein „Normannisch Loch”.
Das ist, was der Kenner weiß,
Calvados mit Sorbet-Eis.
Dies betäubt die Magenwände,
worauf man weiter essen könnte.

    „Merçi, monsieur! C’était très bon!”
„S’il vous plaît, une addition!”
    Die Rechnung wird dezent geknickt
auf einem Tellerchen geschickt
und vor mich, den Monsieur, gestellt,
doch Madame hat das dicke Geld.
Die überprüft mit schnellem Blick
Einzelbeträge überschlägig.
„Wie hoch war deins?” fragt sie verwundert.
„So viel ich weiß, knappe zweihundert.”
Sie zeigt mir dann die Rechnung näher.
„Hier ist es aber deutlich höher!”
„Ach ja, foie gras hat supplement.
Ich glaub’, das waren sechzig Franc.”
Schon Anfangs beim Menubetrachten
sollte man auf Sternchen achten.

    Leicht angesäuert immerhin
blättert sie die Scheinchen hin.
Beim Trinkgeld steht der Ober da
und Madame lächelt „Bon comme ça!”
Darum ärgern wir uns nicht,
wenn Preis der Qualität entspricht,
und werden uns französisch laben,
wenn wir paar Scheine übrig haben.
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